Wein probieren

Eigentlich braucht man nur ein Glas, Wein und ein wenig Aufmerksamkeit zum Probieren von Wein.

Die Temperatur
Weißweine: 8 – 12 °C
Rotweine: 14 – 18°C
Schaumweine: 6 – 10°C

Das Erscheinungsbild
Eigentlich der unwichtigste Teil des Verkostens. Das Glas schräg vor einem hellen Hintergrund halten. Weißweine sollten eine frische und glänzende Farbe aufweisen. Ältere Rotweine erkennt man oft an Brauntöne am Rand.

Das Schwenken des Glases
Es geht darum die Oberfläche des Weins durch ordentliches Kreisen des Glases möglichst groß zu machen, denn folglich entströmt dem Glas ein Höchstwert an Aromen. Ungeschickte stellen das Glas besser auf dem Tisch und bewegen den Fuß des Glases rotierend.

Das Aroma
Augenblicklich nach dem Schwenken des Glases einmal intensiv und konzentriert schnuppern. Woran erinnert uns der Duft? Oft gar nicht so leicht zu beantworten, denn Wein enthält Tausende von Inhaltstoffen, von denen uns manche vertraut vor kommen und wir sie prompt nennen können, während andere sich mit Worten nur ungenügend oder gar nicht beschreiben lassen. Wiederholen wir das ganze und wir werden gewiss weitere Assoziationen registrieren.

Der Geschmack
Um den Geschmack des Weines wahrzunehmen, wird ein nicht zu großer Schluck genommen. Befördern Sie den Wein im Mund in alle Richtungen. Die vier Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter drängeln sich prompt auf. Aber auch ob der Wein alkoholstark, gerbstoffherb oder spritzig ist. Auch den Körper des Weins können wir schmecken. Dienlich kann auch das Schlürfen von etwas Luft sein.

Der Nachgeschmack
Ein einfacher, anspruchsloser Wein hinterlässt in Mund und Nase kaum einen bleibenden Eindruck. Einen feinen, edlen oder konzentrierter Wein schmeckt man oft noch nach dreißig Sekunden und länger nach dem Schlucken. Die besten Weine bleiben uns ein Leben lang in guter Erinnerung.

Die Beurteilung
Waren Säure, Süße, Alkohol und möglicherweise Tannin und Kohlensäure in Balance?
Ältere, trinkreife Weine sollten ein ausgewogenes Gleichgewicht haben, bei jüngeren Rotweinen kann sich das Tannin zu sehr aufdrängen. Bei Weißweinen ist es oft die Säure.

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